Ärzte Zugang
Die Akademie
Termine
Sexualmedizinische Grundausbildung

 

Nähere Infos
und Anmeldung
folgen bald!

AbsolventInnen / Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte unserer AbsolventInnen

234 TeilnehmerInnen haben seit September 2009 die Sexualmedizinische Grundausbildung der AfSG absolviert. Nachstehend finden Sie einige Feedbacks unserer TeilnehmerInnen:

 

Infiziert mit dem „Sexualmedizin-Virus“

 

Schon meine erste Begegnung mit Dr. Elia Bragagna 2006 im Rahmen unseres gynäkologischen Qualitätszirkels in Kärnten hat mich für die Sexualmedizin sensibilisiert. Dennoch hat es eine gewisse „Anlaufzeit“ und vor allem das Angebot der Intensivwoche für mich gebraucht bis die Zeit reif war, mit der Ausbildung zu beginnen.

 

Meine Vorfreunde auf diese Intensivwoche wurde aber über die Maßen übertroffen. Fasziniert hat mich vor allen die wunderbar natürliche, unbeschwerte Sprache, mit der Elia uns dieses so wichtige Thema näher gebracht hat. Mit ihrer unglaublich positiven Energie hat sie mich beflügelt und motiviert, mich sozusagen mit dem „Sexualmedizin-Virus“ infiziert. Die Intensivwoche war intensiv im positivsten Sinn. Durch den Wechsel zwischen Rollenspielen und theoretischen Vorträgen/Diskussionen mit den multidisziplinären Referenten hat sich eine sehr spannende Gruppendynamik entwickelt.

Die vielfältige Mischung der Gruppenmitglieder hat mich nicht nur persönlich bereichert, sondern auch meinen Blick über den „gynäkologischen Tellerrand“ um eine weitere Facette erweitert. Darüber hinaus unterstreicht es die Bedeutung der Sexualmedizin für alle Fachrichtungen.

Mit großer Freude merke ich, wie mein erlerntes Wissen auf unspektakuläre und natürliche Weise in meinen Praxisalltag einfließt und mit welcher Sicherheit ich dieses Thema nicht nur zulasse, sondern aktiv anspreche. Der Supervision im April 2014 sehe ich mit großer Vorfreude entgegen und habe mich auch entschlossen, im Anschluss daran mit der Diplomausbildung zu beginnen.

Mein ganz besonderer Dank gebührt Simone (Viertler) für ihre außergewöhnlich persönliche und herzliche Organisation und Betreuung während des gesamten Woche.

Dr. Ulrike Fischer
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Villach

-------------

 

Warum ich mich für Sexualmedizin interessiere?

Ich habe schon immer gerne über den Tellerrand meines Faches geblickt und mir zusätzliche Fähigkeiten angeeignet. Vor einigen Jahren besuchte ich einen Vortrag von Elia Bragagna auf den Ärztetagen in Grado und war fasziniert von dem Thema als auch von der Persönlichkeit Elia´s. Ich bewunderte, mit welcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit Elia über die verschiedenen Spielarten der menschlichen Sexualität reden konnte. Und mir wurde bewusst, wie wenige Dinge ich über normale Sexualität bisher erfahren hatte und schon gar nicht über gestörte Sexualfunktion wusste. Da ich überzeugt bin, dass Sexualität eine der wichtigsten und fundamentalsten Dinge des menschlichen Lebens ist, wurde mir schnell klar, dass ich eine spezielle Ausbildung darin machen möchte.

Einige Zeit zuvor habe ich mich bereits mit Psychosomatik beschäftigt und das Ärztekammer-Diplom erworben und nun wollte ich mich mit den zutiefst körperlichen Aspekten der menschlichen Beziehungen vertraut machen. Wegen Terminkonflikten dauerte es dennoch ein paar Jahre bis ich die Grundausbildung in der Sexualmedizin absolvieren konnte. Diese fand ich enorm hilfreich, da ich zum ersten Mal Wissen und Tools in die Hand bekam, um mit dem Thema Sexualität in der Arzt-Patient-Kommunikation umzugehen. Gleichzeitig leckte ich Blut und wollte mich noch weiter in die Materie vertiefen, also begann ich die Diplomausbildung. Diese empfinde ich als überaus interessant und erquickend. Wenngleich die Wochenenden des Ausbildungs-Curriculum zeitlich als auch inhaltlich sehr kompakt und anstrengend sind, so profitiere ich jedes Mal davon und wachse dadurch in meiner eigenen Persönlichkeit als auch Sexualität. Besonders aufbauend finde ich die Wochenenden der Selbsterfahrung. Diese sind notwendig, um seine eigenen blinden Flecken erkennen zu können und so möglichst wertfrei mit dem Thema Sexualität umzugehen.

Ich fand es auch überaus klug den Diplomkurs mit einem Selbsterfahrungswochenende zu beginnen, denn so lernten wir Kursteilnehmer uns gegenseitig intensiv kennen und sind nun bereits eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig stützen und vertrauen kann. In meinem täglichen Berufsalltag als Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin spielt Sexualmedizin natürlich nur eine kleinere Rolle. Allerdings ist Sexualität wie auch Psychosomatik selbst in der Anästhesie von großer Wichtigkeit, da es hier sehr oft um Intimität geht und mit dem Patienten eine zwar oft sehr kurze, allerdings sehr intensive Arzt-Patienten-Beziehung aufgebaut wird.

Ich habe vor, als zweites Standbein, eine Ordination zu gründen, wo ich unter anderem Sexualmedizin anbieten werde. Seitdem ich mich mit der Sexualmedizin beschäftige, werde ich in meinem Arbeitsumfeld als auch als Privatperson immer öfter mit sexualmedizinischen Problemen kontaktiert. Auch Leute, die meine Ausbildung nicht kennen, sprechen mich auf sexuelle Themen an. Deshalb habe ich den Eindruck, dass sich etwas an der Ausstrahlung verändern dürfte, wenn man sich mit diesen Themen beschäftigt und man so automatisch zum Ansprechpartner wird. Wie auch immer, ich freue mich schon, noch mehr zu erfahren und blicke mit Spannung dem nächsten Ausbildungswochenende entgegen.

Dr. Thomas Ettenauer, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am LKH Schärding

-------------

 

Sex ist sehr unkompliziert ...

„Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex, sondern von einem Bedürfnis geleitet wird.“ Das Zitat von George Simenon ist leicht gesagt. Was ist schon unkompliziert, frage ich mich als Psychiaterin? Erst recht ruft mich das Zitat auf, der Sache „Sex“ genauer auf den Grund zu gehen. Denn die Patienten, die im Kaiser Franz  Josef-Spital an der psychiatrischen Abteilung  in meiner Behandlung stehen, leiden sehr oft durch ihre psychische Erkrankung auch an einer Beziehungsstörungen.

Nebenwirkungen von Psychopharmaka führen häufig  zu sexuellen Dysfunktionen, frühe Bindungsstörungen können die Beziehungs- und Liebesfähigkeit eines Menschen beeinträchtigen, die Genderfrage stellt sich, Rollenverständnis Mann/Frau, Transsexualität, Paraphilie und vieles mehr stellt sich in meiner täglichen Arbeit  als eine Herausforderung um das Thema Sexualität.

Das hat mich veranlasst, die vertiefte Ausbildung an der AfSG in der „Pilotgruppe“ zu beginnen, die im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein wird. Durch Vorträge international bekannter Forscher, Therapeuten, Pädagogen und medizinischer Fachspezialisten konnte ich mir bisher spezielles Wissen aneignen. Die erforderliche Selbsterfahrung  und Supervision läßt  gut über die Integration meiner eigenen Erfahrungen mit dem Thema Bescheid wissen und trägt zur Einfühlsamkeit und Authentizität im Arzt-Patienten-Gespräch bei.

Schließlich haben wir in der Ausbildungsgruppe auch viel Spaß und können unsere Erfahrungen und aktuelles Wissen aus den unterschiedlichen Fachgebieten der Medizin austauschen und diskutieren. Ich kann nur jeder Kollegin/Kollegen diese Ausbildung empfehlen, da sie einen Gewinn für die Behandlungsqualität und in eigener Sache darstellt, vielleicht auch Mut macht in unserer Gesellschaft das Thema “Sex“ als Mensch und Mediziner noch mehr anzusprechen, um es aus seiner gesellschaftlichen „Verzerrung“ zu befreien!

Dr. Doris Hinkel, Psychiaterin, Kaiser-Franz-Josef Spital, Wien

-------------

 

Prinzessin aus dem Dornröschenschlaf wecken

Im sehr persönlichen Umgang als praktischer Arzt mit fast 25-jähriger Praxiserfahrung mit meinen PatientInnen aller Altersgruppen musste ich feststellen, dass das Thema Sexualität und damit verbundene Themen wie Gefühle, Beziehung, Wünsche, Nähe, Berührung und die damit oft verbundene Störung nicht ein Tabu an sich sind, sondern eher eine „Prinzessin“, die aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden muss.

Also begann ich gerade die PatientInnen, die vor allem das große mächtige Wort führten, darauf anzusprechen und stellte leider fest, dass dafür ein „Tool“ notwendig ist, um in dieser doch sehr sensiblen Thematik sich sicher bewegen zu können. Mit großer Freude las ich von einem Grundkurs der Sexualmedizin bei der „Akademie für Sexuelle Gesundheit“, meldete mich sogleich an, um gleich wieder Zweifel zu bekommen, ob das wirklich das Richtige für mich wäre. Die Neugier packte mich, ich begann den allerersten Kurs und bereute in keiner Sekunde diesen Entschluss.

Viel Neues erlernte ich; vieles, was mir meine langjährige Tätigkeit als Allgemeinmediziner (lieber ist mir die Bezeichnung: Hausarzt) durch Erfahrung vermuten hat lassen, wurde nun bestätigt. Insgesamt bin ich bereits im Grundkurs immer sicherer geworden im Umgang mit dem Thema Sexualität. Ich habe gemerkt, dass die in diesem Kurs erlernten Techniken in allen anderen Bereichen anwendbar sind und eine Unterstützung darstellen, die die Freude an der Arbeit trotz bürokratischer Beschwernisse wachsen ließ.

Auch die Gruppendynamik war interessant und aufbauend und rundete die gesamte Ausbildung ab. So habe ich dann auch beschlossen, den begonnen Weg fortzusetzen. Nachdem das Programm für den ersten Sexualmedizinischen Aufbaulehrgang stand, konnte die Zeit bis zu dessen Beginn nicht rasch genug vergehen. Die Dynamik der emotionfocusierten Therapie nach Greenberg faszinierte mich und bereits von Beginn an und erlebte ich diese viel gewaltiger als im ersten Kurs, sowohl in der Gruppe als auch in der Eigenerfahrung. Vielleicht, weil ich immer vertrauter und sicherer wurde. So verwandelte sich jedes Kurswochenende, zu dem ich mich oft mit Erschöpfung – bedingt durch den zermürbenden Berufsalltag – hinschleppte, gleich einer Metamorphose in eine Kraftquelle für die nächsten Wochen.

Dies war auch zuletzt in der Selbsterfahrung beim Flacklwirt in Reichenau/Rax. Es war physisch wie psychisch für mich sehr anstrengend, gleichzeitig aber sehr reich und kraftspendend durch das Miteinander in der Gruppe. Wofür ich mich auch bei allen herzlichst bedanke, inklusive den Kursleitern Karin und Wolfgang. Abschließend möchte ich auf diesem Weg Elia und ihrem Team, speziell Simone „Danke“ sagen für den Mut, den sie hat(ten), die Ausdauer, die Kraft dieses Thema allen KollegInnen aufzubereiten und so unseren Patienten und uns selbst, eine bessere Lebensqualität erfahren zu lassen. Danke auch an alle, denen ich im Rahmen der Ausbildung begegnet bin und die mich dadurch ein Stück weiter in meiner Entwicklung förderten!

Dr. Franz Hoheneder, Allgemeinmediziner aus Rannersdorf-Schwechat

-------------

 

Ein großes Arbeitsfeld wartet

Habe ja schon viel gewußt, oder zumindest geglaubt es zu wissen, aber die sexualmedizinische Grundausbildung war erst der Anfang von sexualmedizinischem Wissen. Nicht nur rein organisch und funktionell gesehen, sondern im Kontext mit den verschiedenen Fächern (Gyn, Uro, Psychiatrie, Psychologie). Ich weiß jetzt, daß ein großes Arbeitsfeld darauf wartet, betreten zu werden.

Es ist wirklich spannend und auch anstrengend sich in dieses große schwierige Gebiet zu begeben und ich bin schon sehr neugierig auf mehr, hoffentlich zur Diplomausbildung in Wien. Ich halte Dir/ Euch die Daumen!

Dr. Christian Barta, Urologe aus Baden und Oberpullendorf

-------------

 

Kompetenter und sicherer Ansprechpartner

Die Sexualmedizinische Grundausbildung brachte mir viel neues Wissen und eine neue Dimension der Empathie für Patientinnen mit Problemen, die ihre Sexualität betreffen. Ich fühle mich jetzt als kompetenter Ansprechpartner und bei meinen Antworten bzw. den Gesprächen sicher. Ich habe dermaßen viel Interesse an der Sexualmedizin bekommen, daß ich alle Supervisionen bisher besucht habe und im Sommer 2012 mit der Diplomausbildung begonnen habe.

Dr. Christian Pfersmann, Gynäkologe aus Wien  

-------------

 

Ein Glücksfall für mich

Der 1. Ausbildungs-Zyklus war ein Glücksfall für mich, sowohl von Seiten des  Engagements von Frau Dr. Bragagna, der Organisation und auch von der Zusammensetzung der TeilnehmerInnen. Um sich mit dem Thema Sexualität und deren Störungsmöglichkeiten (vor allem auf körperlicher Ebene) auch nur einigermaßen auseinandersetzen zu können, war dieser Kurs essentiell. Wohltuend empfand ich das Hinführen zu den psychotherapeutischen Interventionen (falls notwendig). Vermutlich wird ein  Teil der KollegInnen dies nachlernen, ich war sehr froh, dies bereits absolviert zu haben.

Dr. Peter Mitterer, Allgemeinmediziner aus Klagenfurt

-------------

 

Große Horizonzterweiterung

Die Ausbildung war für mich eine große Horizonterweiterung über den "Tellerrand" der Gynäkologie hinaus. Das fördert natürlich auch ganzheitlich-medizinisches Denken. "Bammel" habe ich allerdings vor dem ersten Einstieg, da Theorie und Praxis doch was anderes sind. Habe bisher die Sexualmedizin leider eher ruhen lassen, werde aber jetzt aktiv, wobei mir auch das jetzt vorhandene sexualmedizinische Netzwerk, mit kompetenten KollegInnen aus den diversen Fächern, sehr hilfreich sein wird.

 

Dr. Andrea Scherz, Gynäkologin aus Wr. Neustadt

-------------

 

Jetzt greife ich Hilferufe auf

Ich bin seit Mitte der 1980er Jahre Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Obwohl Psychosomatik und Gesprächsführung immer zentrale Anliegen in meinem Berufsleben mit Frauen waren, habe ich doch oft meine Grenzen gespürt. So habe ich immer wieder bemerken müssen – und meine Unzufriedenheit damit –, dass ich Andeutungen / Gesprächsangebote zum Thema Sexualität übergangen bin. Der Basiskurs in Sexualmedizin hat dazu geführt, dass ich Angebote (= Hilferufe) aufgreife und auch selbst nachfrage. Gerafft: Mitgenommen habe ich mir: Motivation hinzusehen und hinzuhören, Somatisches nicht zu vergessen (nicht alles ist Psycho, wenn auch vieles ...), wissen, dass es Profis gibt, die weiter wissen, wenn ich es nicht mehr tu.

Dr. Michael Adam, Gynäkologe aus Wien

-------------

 

Größter und brauchbarster Wissenszuwachs

Die sexualmedizinische Grundausbildung war für mich als auf Vulvaerkrankungen/Genitalschmerzen spezialisierte Gynäkologin die Fortbildung der gesamten letzten Jahre mit dem größten und brauchbarsten Wissenszuwachs für dieses Spezialgebiet. Ich habe mich seither schon mehrmals gefragt, wie ich diesbezüglich vorher überhaupt effizient gerüstet arbeiten konnte. Zusätzlich auch der allgemeine persönliche Gewinn als Ärztin und Mensch aus den Rollenspielen/Supervisionen von unschätzbarem Wert. Dafür danke ich Elia Bragagna mit Ihrer herausragenden Persönlichkeit und Simone Viertler als SUPERorganisatorin, allen ReferentInnen und natürlich allen KollegInnen, die diesen Weg mit mir zusammen gegangen sind, von ganzem Herzen!

Dr. Barbara Eberz, Gynäkologin aus Mürzzuschlag

-------------

 

Ein Schritt aus der sexuellen Isolierung

Die Frage, was mir die Teilnahme an der sexualmedizinischen Grundausbildung gebracht hat, beantworte ich sehr gerne. Ich habe mich 1968 erstmals intensiver mit der Sexualmedizin befasst, als ich das Buch von Rubin: „Sex nach 60“, herausgab. Seit damals habe ich mich – natürlich auch in meinen eigenen Analysen bei Lois Marksteiner und I.H. Schultz – mit der Problematik befasst und – im Rahmen der Psychotherapie und der Allgemeinmedizin – viele sexualmedizinische Probleme angehen und Sexualtherapie betreiben können. Natürlich habe ich dazu auch publiziert.

Das alles muss ich meinem Beitrag voransetzen um jetzt sagen zu können: Ich habe bei diesem Seminar außerordentlich viel gelernt, und das auch bei meinen weiteren Teilnahmen an der Veranstaltungen der Akademie. Das Gleiche gilt übrigens auch für meine Frau, die den gleichen Ausbildungsweg gemacht hat wie ich. Die fundierte Art, wie hier von wirklich kompetenten Kollegen Wissen vermittelt wird, ist eine große Bereicherung und ein Schritt zum Ziel, dass wir aus der „sexuellen Isolierung“, aus dem Fortbestehen alter Tabus, in einer vernünftigen Form herausfinden. Denn eine „wilde“ sexuelle „Befreiung“ hat offensichtlich nicht das gebracht, was der Mensch eigentlich braucht.

Univ.-Lekt. OMR Dr. Heinrich Wallnöfer, Allgemeinmediziner und Psychotherapeut aus Wien

-------------

 

Bereicherung und Erfahrungsaustausch

Meine Arbeit umfasst sowohl die Beratung, als auch die Durchführung, von einem Facharzt, angeordneten Therapien, bei Menschen mit Blasen- u./od. Darmentleerungsstörungen. Dazu ist es natürlich auch notwendig fachlich in diesem Bereich kundig zu sein und sich weiterzubilden. In meiner Beratung lege ich den Focus auf zwei, für mich sehr wichtige, Ziele:

1. Die mir anvertrauten Menschen wieder zu einer Lebensqualität zu führen

2. Die Herausforderung auf die Bedürfnisse dieser Menschen einzugehen und aus der sehr großen Wahl an Hilfsmitteln, das Geeignete zu finden.

Man könnte nahezu von einer maßgeschneiderten Therapie sprechen. Einige meiner Tätigkeiten sind:

- Einführung in diverse Kontinenztrainingsmaßnahmen

- Adäquater Einsatz und Umgang von Inkontinenzhilfsmitteln

- Beratung über den Beckenbodenmuskel

- Stomaberatung

Vor allem im Bereich des Beckenbodenmuskels, aber auch bei Harn- und Stuhlinkontinenz und nach erfolgten Operationen  im kleinen Becken (gynäkologische, proktologische Operationen, radikale Prostatektomie) spielt das Thema Sexualität immer wieder eine Rolle. Auch, der dabei entstehende, Eingriff in die Intimsphäre ist nicht zu unterschätzen und erfordert nicht nur Empathie sondern auch fachliche Kompetenz. Dankenswerterweise durfte ich im Frühjahr 2011 bei der sexualmedizinischen Grundausbildung an der AfsG in Wien teilnehmen. Alle angebotenen Themen und Informationen waren eine Bereicherung für mich: Einerseits ist es sehr wichtig in der Beratung die medizinischen Hintergründe zu wissen, andererseits waren viele, für meine Arbeit relevante, Dinge zu erfahren. Der Erfahrungsaustausch mit all den anderen Teilnehmern hat mir persönlich auch sehr viel eingebracht.

Nicht zuletzt möchte ich die äußerst positive Gruppendynamik, inkl. der sehr kompetenten Leitung Fr. Dr. Elia Bragagna und ihrer wertvollen Stütze Fr. Simone Viertler, hervorheben. Alles in Allem war es für mich eine lehrreiche, dynamische und herzliche Weiterbildung, die mir viel Spaß gemacht hat. Ich darf mich herzlich bedanken und diese Ausbildung wärmstens weiterempfehlen!

Elvira Habermann, DGKS, Kontinenz- und Stomaberaterin aus Klagenfurt

AfSG auf Facebook
sexmed-Hotline
sexmed
Wir bieten eine telefonische Sexualberatung durch Ärztinnen und Ärzte an: 0900 88 80 80